0
Visionen

Gott oder Göttin? Monotheismus oder Polytheismus?

6. November 2019

Als ich das erste Mal Glastonbury besucht habe und von einem Göttinnen Tempel hörte, dachte ich mir, das dies einfach nur ein anderes Wort für „Gott“ ist. Denn schließlich dachte ich, gibt es nur den einen und jede Kultur und Religion findet eben andere Namen dafür.

Doch dann stellte ich fest, dass je mehr ich mich mit der Energie der Göttin verband, sich diese ganz anders anfühlte, als die von Gott. Auch kam in unserer Goddess Community in Glastonbury immer wieder die Frage auf, wie viele Göttinnen es gibt? Denn schließlich ist Polytheismus Teil des keltischen Weltbildes.

Ich habe lange Zeit über diese Frage nachgedacht und irgendwie konnte ich die ganzen unterschiedlichen Aspekte nicht stimmig zusammen zu bringen. Doch aufgrund verschiedener Visionen die ich in den letzten Monaten und Jahren hatte, habe ich für mich schlüssige Erklärungen gefunden, die sich im Moment ganz gut und richtig anfühlt. Diese möchte ich euch hier gerne vorstellen :-).

1.) Gott oder Göttin?

Wenn wir uns die Gegebenheiten auf diesem Planeten ansehen, dann sehen wir, dass alles ein Gegenüber hat. Das Gesetz der Polarität oder der Geschlechtlichkeit, ist eines der hier wirkenden kosmischen Gesetze.

Was sagt uns dies? Ja das es sowohl einen Gott, wie auch eine Göttin geben muss. Genauso wie es Frau und Mann, Vater und Mutter, Tag und Nacht, Winter und Sommer, Sonne und Mond gibt. Denn warum sollte alles auf diesem Planeten eine Polarität haben, nur Gott nicht?

Doch wer ist Gott und wer ist die Göttin?

a.) Göttin

In einer Vision verband ich mich intensiv mit der Erde. Ich spürte die Schlangenkraft, die Erdenergielinien, welche den ganzen Planeten durchzogen. Es war wie pulsierendes Leben, intensiv und rot glühend vor Leidenschaft.

In dem Moment spürte ich, dass dies die Göttin war. Ich verband mich tiefer mit ihr und sah wie sich ihre Energie über den ganzen Planet hinaus ins Weltall erstreckte. Ich versuchte auszumachen, bis wohin ihre Energie genau reichte. Und spürte ganz deutlich, dass sie auch den Mond erfasste, und den Raum dahinter.

Das machte für mich Sinn, denn schließlich wird der Mond oder die Mondin, als weiblicher Planet verehrt.

In unserer Community sprachen die Leute oftmals auch von einer kosmischen Mutter, wenn sie die Göttin verehrten und auch das war schlüssig. Denn ich spürte klar und deutlich, dass die Göttin nicht nur Mutter Erde war, sondern ihr energetischer Körper auch bis ins Universum hinaus reichte.

a.) Gott

In meiner letzten Vision (welche ihr hier nachlesen könnt), befand ich mich tief draußen im Weltall. Ich spürte auf einmal ein gigantisches Bewusstsein, welches das ganze Universum einhüllte und spürte, dass diese göttliche Energie das war, was religiöse Menschen Gott nennen.

Jedes mal wenn „er“ ausatmete entstand ein neuer kleiner Bewusstseinsstrom, eine neue Seele. Sein Atem war sozusagen der penetrierende Impuls, welcher den Seelensamen in das Universum schickte.

Doch ohne ein Fundament, einen Leib, durch den diese Seele inkarnieren kann, würde sie einfach nur im dunklen Raum ziellos umher schweben. Sie braucht also ein Gefäß, durch welches sie geboren werden kann.

Dieses Gefäß, diese Bedingungen bietet Mutter Erde, indem sie ihren Körper zur Verfügung stellt.

Wir werden sowohl von unserem kosmischen als auch von unserem irdischen Vater gezeugt und schlummern dann erstmals, in dem Leib unserer Mutter, wie auch in dem unserer Erdenmutter, bis wir das Licht der Welt erblicken. 

Die Energien unserer kosmischen Eltern

Seit ich ein Kind bin, habe ich eingebaute Scanner, so wie ich es immer nenne, mit dem ich Energien abscannen und erfassen kann. Und in dem Moment, als ich realisierte, dass es nicht nur Gott oder Göttin gab, sondern beides, wurde mir einiges klar.

Durch unseren Kulturraum und die auf den männlichen Gott ausgerichtete Religion, kam ich als erstes in Kontakt mit der Gottenergie. Und ich spürte sie als ein ein intensives, extrem helles Licht, welches sich, wie ein geschliffener Diamant, aufgrund seiner hohen Frequenz, fast schon scharf anfühlte.

Als ich mich dann mit der Göttinnenenergie verband, nahm ich diese als sehr warm, sinnlich und erdig war. Sie war wie ein samtig weicher Mantel, welcher sich um einen hüllte und ein Gefühl unendlicher Geborgenheit vermittelte. 

Wenn ich den beiden Energien Farben geben müsste, dann würde ich sagen, das strahlenste Diamantweiß für die Gottenergie und ein sinnlich, warmes Orangerot für die der Göttin. 

Gibt es noch weitere Götter?

Die keltische, griechische, römische oder indische Mythologie spricht immer von mehreren weiblichen und männlichen Göttern. Einige der bekanntesten sind definitiv, Aphrodite, Zeus, Hera, Shiva, Kali, Lakshmi und viele mehr.

Ich muss sagen, ich war anfänglich etwas überfordert mit all den Göttern und wusste nicht so recht, worauf ich meinen Fokus lenken sollte. Da ich ein sehr analytischer Mensch bin, möchte ich die Rädchen, aus welchen dieser Kosmos gemacht wurde, so gut es mir möglich ist, verstehen. 

Für mich persönlich hat sich die Frage, in der Vision um die Erdenmutter geklärt. In dieser Vision spürte ich, dass die Göttin ALLES umfasst, was auf diesem Planeten existiert. Es gibt also in diesem Sinne nur die „eine“ Göttin. Deshalb wird sie oftmals auch als die Göttin mit den vielen Gesichtern beschrieben.

Dann spürte ich, dass jeder Ort oder Platz einen eigenen Spirit hat. Ein anderweltliches Wesen, welches tief mit der Landschaft verbunden ist. Und ich spürte, dass z.B. einer dieser Sprits, die Lady von Avalon ist, die Göttin Avalons. 

Ja und wir dürfen sie getrost Göttin nennen, denn die Göttinnen Energie hüllt alles ein, was sich auf ihr befindet. Somit ist alles Leben auf diesem Planeten ein Teil der Göttin.

Dennoch spürte ich einen Unterschied, zwischen einer lokalen Göttin wie der Lady von Avalon und der allumfassenden Göttin.

Die Wahrheit die ich für mich darin gefunden habe ist, dass es EINE Göttin gibt, aber viele unterschiedliche Aspekte. Also ja sie ist die Eine mit den vielen Gesichtern!

Und genauso sind auch wir Teil der Göttin, und wenn wir das erkennen, sind wir ihr ebenbürtig! Wir sind göttliche Wesen, nicht niedriger oder höher im Rang. Wir sind sie und sie ist wir.

Und wenn wir das ganze Weiterstricken, könnten wir sagen, ja auch die Göttin ist ein Teil von Gott.

Deshalb kann ich nun die patriarchalen Religionen verstehen, die sich nur auf „ihn“ fixiert haben, da sie das Wissen verloren haben, dass das Leben eine immerwährende ineinander verwobene Spirale ist.

Sie haben ihren Blick einfach zu weit in den Kosmos hinaus gerichtet und dabei ganz die Mutter allen Lebens, die Göttin, aus den Augen verloren. Wie oben so unten, wie innen so außen, dies ist ein weiteres der hermetischen Gesetze.

Gott spiegelt in diesem Universum sozusagen den Makrokosmos wider und die Göttin ist seine weibliche Entsprechung im Mikrokosmos, ohne diese Verbindung, wäre Leben auf diesem Planeten nicht möglich.

Deshalb sind beide gleichberechtigt und verdienen unsere Ehrerweisung.  

    Leave a Reply