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Selbstentfaltung

3 Arten auf Herausforderungen zu reagieren

25. September 2019

1.) Der Maskuline Weg - der Weg des Kämpfers

Bei dem maskulinen Weg geht es um Aktion. Was kann ich tun, um das Problem zu überkommen? Welche Schritte kann ich einleiten, um an mein Ziel zu kommen?

Aktion, Handlungsbedarf, Eigenverantwortung, Innere Kraft und Stärke sind hier die Schlüsselworte.

Dieser Weg eignet sich, wenn ich eine Klarheit habe in Bezug auf was ich möchte und was ich nicht möchte. Je messerscharf unsere innere Klarheit ist, desto mehr verspricht dieser Weg Erfolg.

2.) Der feminine Weg - der Weg der Hohenpriesterin

Oftmals fühlen wir uns im Leben ziemlich verwirrt, wir wissen einfach nicht genau was wir möchten, oder können keinen Weg, aus unserer momentanen Misere sehen.

Jegliche Handlung würde in solch einem Zustand nur zu Irrfahren und planlosen Aktionen führen, welche uns im Endeffekt zwar auch ans Ziel bringen können, dem aber unter anderem eine lange Odyssee vorausgeht.

Sanftheit, Vertrauen, Loslassen, Hingebung und Intuition sind hier die Schlüsselbegriffe.

Bei diesem Weg geht es ganz darum sich nach innen zu wenden. Die Situation an unsere höhere Führung abzugeben und zu lernen, der leisen inneren Stimme zu vertrauen. Es ist der Weg der Hohenpriesterin, welche voll Vertrauen wartet, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die nächsten Handlungsschritte einzuleiten.

3.) Der neutrale Weg - Der Weg des hängenden Mannes

Manchmal kann man im Leben nichts anderes tun, als die Dinge zu akzeptieren wie sie sind. Ein jegliches ankämpfen (maskuline Weg) würde die Dinge nur schlimmer machen.

Wenn ein Mensch, den wir innigst liebten, von uns gegangen ist, können wir nichts anderes tun, als den Fakt zu akzeptieren, dass wir diesen Menschen in diesem Leben nicht mehr wieder sehen werden.

Der neutrale Weg ist oftmals das natürliche Resultat des femininen Weges, welcher uns durch ein Tal tiefer Hingabe führt. Doch irgendwann ist es wichtig, auch jenes dunkle und tränenreiche Tal zu verlassen und zu sagen: Es ist wie es ist. Anderenfalls ist das Risiko sehr hoch, in schmerzvollen Gefühlen hängen zu bleiben und nicht fähig zu sein, sich wieder dem Leben zu öffnen.

Das Thema des neutralen Weges spiegelt sich deshalb in der Tarotkarte des hängenden Mannes: Ich kann es nicht ändern, alles was ich ändern kann ist meine Perspektive.

Schlüsselbegriffe: Pure Akzeptanz, Neutralität, Nichtwertend

Den richtigen Weg, für den richtigen Zeitpunkt wählen

Jeder Weg hat seinen richtigen Zeitpunkt, wann er angebracht ist. Und keiner der Wege ist der einzig Richtige. Würden wir uns z.B. entscheiden, nur den neutralen Weg zu beschreiten, dann würde das zu einer Art spirituellem Bybassing führen, dass wir uns nicht mehr einsetzen würden, für die Dinge, die wir verändern wollen, für eine bessere Zukunft für uns und unseren Planeten.

Ich habe einige spirituelle Menschen kennengelernt, welche den neutralen Weg als einzig richtigen ansehen, weil es ihrer Ansicht nach darum geht, sich über unsere Emotionen zu erheben.

Aber denkt mal an all die Kämpfer des maskulinen Weges, wie würde unsere Welt aussehen, ohne einen Martin Luther King oder all die Feministinnen die dafür einstanden, dass wir Frauen heute Wahlrecht haben und nicht bloß als reines Eigentum des Mannes gesehen werden.

Welcher Weg hilft dir im Moment am meisten?

Fühle dich in deine Situation hinein und spüre welcher Weg dir im Moment am meisten helfen könnte?

Manche Dinge kann man einfach nur akzeptieren und ein dagegen ankämpfen, würde nur zusätzlichen Schmerz verursachen. Andere Angelegenheiten verlangen Vertrauen und Hingabe, bis sich ein Gefühl der Klarheit einstellt, aus jener heraus wir zielgerichtete Handlungen ausführen können, welche uns zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung führen.

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